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Clara Podesta, die Frau unseres Club Managers und Trainers, Francisco Podesta, informiert über Geschehnisse auf und um das Polofeld.

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Der šlteste Mannschaftssport der Welt

"Die Kunde des Polospiels verliert sich im Dunkel der Zeit." So fasst der bekannte Sportwissenschafter Carl Diem in seiner klassischen Arbeit über "Asiatische Reiterspiele" seine intensiven Untersuchungen über das faszinierende Mannschaftsspiel zusammen. Wann genau Polo bei den Reitervölkern Zentralasiens tatsächlich entstand, weiss niemand ganz genau. Sicher ist nur, dass Polo bereits vor 2700 Jahren in Persien gespielt wurde und von dort aus die orientalische Welt eroberte.

Das faszinierende Spiel wurde erst unter dem Namen "Chaugán" bekannt und verbreitete sich rasch über ganz Asien. Die Tibeter, die das Spiel übernahmen, gaben ihm den Namen "Pulu" (Ball). Polo galt als wichtiger Gradmesser für politische Vorherrschaft. Nicht selten wurden Minister- und Militärposten beim Polo erspielt. Im alten China musste sogar die Beförderung im Polo erkämpft werden. Sobald die sportliche Leistung nachliess, wurde der jeweilige Beamte wieder degradiert.

Das Spiel war aber auch ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und kommt daher in vielen Überlieferungen vor. So wird beispielsweise über den Kalif von Bagdad, Haroun-al-Rashid (766 bis 809 n.C.) berichtet, er sei in seiner Jugend so klein gewesen, "dass er von seinem Pferd aus mit dem Stick den Ball nicht erreichen konnte."

Den Sprung nach Europa beziehungsweise nach Enland schaffte Polo jedoch erst 1859. Die in den Kolonien stationierten britischen Offiziere des 10. Husarenregiments, die Polo in Indien am Hof des Maharadschas von Manipur kennen gelernt hatten, wollten - in die Heimat zurückgekehrt - nicht mehr auf die neue Freizeitbeschäftigung verzichten. 1873 entstand in London der erste Polo-Club der wesetlichen Welt, dessen Jahrbuch bis heute als Regelwerk gilt. Von England aus verbreitete sich Polo in der Folge über die ganze Welt, nach Amerika und Argentinien, nach Neuseeland und Australien - und Polo fand auch den Weg in die Schweiz (siehe Rubrik Polo in der Schweiz).

In die USA wurde Polo durch den amerikanischen Medien-Tycoon James Gordon Bennett gebracht. Er begeisterte sich 1876 während eines England-Aufenthalts derart für das Spiel, dass er Ausrüstungen en gros einkaufte und nach seiner Heimkehr sofort mit der Auswahl und Ausbildung geeigneter Pferde anfing. Die USA führt 1888 als erstes Land ein Handicap-System ein. Grossbritannien und Indien folgten erst 1910.

Der englische Farmer und Grossgrundbesitzer David Shennan führte Polo 1877 auf seiner argentinischen Farm in Buenos Aires ein. Sieben Jahre später gab es in Argentinien bereits 21 Polo-Clubs. Seit den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts ist Argentinien das führende Land im Polo - nicht nur der Spieler, sondern auch der herausragenden Zucht von Polo-Ponies wegen.

Zwischen 1900 und 1936 war Polo mehrmals olympisch. 1900 in Parism 1908 in London und 1920 in Antwerpen gewannen die Engländer. 1924 mussten sie sich jedoch mit dem dritten Rang hinter Argentinien und den USA begnügen. 1936 in Berlin hatte Polo mehr Zuschauer als alle anderen Sportarten. Argentinien gewann damals vor England und Mexico. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Polo aus dem olympischen Programm gestrichen (zu wenig Verbände, die olympisches Niveau hatten).